Brief 1855 11 19 (Schulze an Knerk)

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Brief an

Datum: 19.11.1855
von: Schulze
An: Knerk
Transkription von: Dr. Ursula Zängl, ZB MED
1855 11 19 01.png
Berlin, den 19 ten November 1855

1., Bestallung
für den bisherigen Privatdocenten
Dr. Hermann Schaaffhausen in
Bonn
als außerordentlicher Professor
in der medicinischen Facultät der Königl.
Universität daselbst.


Nachdem ich auf den Grund Allerhöchsten Erlasses vom 29 ten d. Mts. den bisherigen Privat-
docenten Dr. Hermann Schaaff-
hausen in Bonn
zum außerordentlichen Professor in der
medicinischen Facultät der Königl. Uni-
versität daselbst
ernannt habe, ertheile ich ihm die gegen-
wärtige Bestallung, durch welche derselbe
verpflichtet wird, das ihm anvertraute
Lehramt fleißig wahrzunehmen, zu dem
Ende sie studirende Jugend durch Vorträ-
ge sowohl als Examina und Disgu-
tirübungen zu unterrichten, alle hal-
be Jahre ein Kolloquium über einen
Zweig der von ihm zu lehrenden Wis-
senschaften unentgeldlich zu lesen, so
wie auch für jedes Semester mindestens
eine Privat Vorlesung in seinem Fache
anzukündigen, und sich nebst seinen
Kollegen die Aufnahme und das Beste
der Universität aufs äußerste an-
gelangen sein zu lassen, überhaupt aber
sich so zu betragen, wie es einem treuen
und geschickten Königlichen Diener und
Professor wohl ansteht und gebührt.

Für die von ihm zu leistenden treuen
Dienste soll derselbe alles in dieser
Eigenschaft ihm zustehenden Prä-
vogativa und Gerechtformen sich zu er-
freuen [ und das ihm bewilligte Ge-
halt zu beziehen] haben. [gestrichen]
                  Ur-



1855 11 19 02.png
Urkundlich ist diese Bestallung in
dem Ministerium der geistlichen p. An-
Gelegenheiten ausgefertigt und mit
dessen Insiegel bedruckt worden.
             Berlin, den p
               (L.S.)
               Der Minister p

2., An
das Königl. Universitäts-Curatorium
zu
Bonn

Das / tit./ benachrichtige ich hierdurch, daß
ich auf den Grund Allerhöchster Genehmigung
vom 29 ten vor. Mts. den bisherigen Privat-
docenten Dr. Schaaffhausen daselbst
zum außerordentlichen Professor in der me-
dcinischen Facultät der dortigen Universi-
tät ernannt habe.
Berlin, w.v.
         Der Minister

3.)An
den Herrn Rector und den Senat der 
Königl. Universität
zu Bonn

dem / tit./ mache ich hierdurch bekannt,
daß ich u.s.w. wie ad No 2.

4., An



1855 11 19 03.png
4., An
die medicinische Facultät der Königl.
Universität 
zu
Bonn

Der / tit./ mache ich hierdurch bekannt,
daß ich auf den Grund Allerhöchster Geneh-
migung vom 29 ten vor. Mts. den bisherigen
Privatdocenten Dr. Schaaffhausen dortselbst
zum außerordentlichen Professor in Dersel-
ben ernannt habe.
         Berlin, w.v.
            Der Minister

5., An
den Privatdocenten bei der Universität
Herrn Dr. H. Schaaffhausen
Wohlgeboren
in
Bonn

Um Eur. Wohlgeboren einen aufmuntern-
den Beweis der Anerkennung Ihrer bisheri-
gen beifallswerthen Leistungen zu geben,
habe ich Ihre Beförderung zum außerordent-
lichen Professsor Allerhöchsten Orts beantragt,
und nachdem Seine Majestät der König mei-
nen Antrag zu genehmigen geruht haben,




1855 11 19 04.png
Ihre Ernennung ist dem Königl.
Curatorium, dem Rector und Senat
so wie der medicinischen Facultät der
dortigen Universität bekannt gemacht.
Berlin,  m.v.
Der Minister

6., Bekanntmachung
für den Staats“Anzeiger“
Der bisherige Privatdocent Dr. Hermann
Schaaffhausen in Bonn ist zum
außerordentlichen Professor in der medici-
nischen Facultät der Königl. Universität
daselbst ernannt worden.

				set. 21/11

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